Autor: Jenni

Jenni liest leidenschaftlich, schnell und viel. Deshalb ist sie immer auf der Suche nach neuem Stoff. Sie mag: Reportagen, die auch die absurdesten Protagonisten Ernst nehmen. Sie bewundert: Reporter, die im scheinbar Bedeutungslosen wunderbare Geschichten finden. Sie macht: was mit Medien.

„Komm rein und lern Deutsch!“

von Verena Friederike Hasel ✩ erschienen am 07.11.2017

Jaime Beck kam als Jugendlicher nach Deutschland und hat die Zweitsprache immer noch nicht so richtig fehlerfrei drauf. Trotzdem bringt er Flüchtlingen ehrenamtlich „Deutsch“ bei – dabei ist Sprache fast zweitrangig. Und die Flüchtlinge? Lieben ihn. (jei)

15 Min.

„Ich hatte mal eine Firma. Das war geil.“

von Johannes Laubmeier ✩ erschienen am 25.10.2017

Man sieht sie durch die Waggons schlurfen, man kennt ihre meist monotonen, manchmal krächzig humorigen Ansagen: Die U-Bahn-Schnorrer. Sie sind allgegenwärtig und dennoch vollkommen Fremde. Der Tagesspiegel hat etwas denkbar Naheliegendes getan: Er hat nach ihren Geschichten gefragt. Es sind unaufgeregte, tragische und trotzdem erstaunlich optimistische Erzählungen vom Scheitern dabei herausgekommen, die das Weggucken in Zukunft schwerer machen werden. (jei)

15 Min.

Wie Christian Rath sich gegen Jobcenter-Sanktionen wehrte – und gewann

von Sebastian Stoll ✩ erschienen am 24.10.2017

Der Konsens geht so: Wer keinen Job hat, bekommt Geld vom Staat. Aber dafür muss man etwas tun. „Fördern und Fordern“ eben. Das bedeutet: wer sich verweigert oder wehrt, wird bestraft: das Amt kürzt das Geld – solange, bis es gar keine Unterstützung mehr gibt. Christian Rath hatte genug von diesem System. Deshalb hat er die Sanktionen mit voller Absicht provoziert. Bis zur letzten Konsequenz. (jei)

15 Min.

📻 Der Preis der Anna-Lena Schnabel

von Jan Bäumer ✩ erschienen am 21.10.2017

Die Saxofonistin Anna-Lena Schnabel soll einen Echo Jazz für ihr erstes Album bekommen. Spielen soll sie daraus aber bei der Verleihung nicht, stattdessen lieber etwas anderes – ihre eigene Musik sei zu wenig gefällig. Außerdem muss sie ihr Hotel und die Anreise selbst bezahlen, dotiert ist der Preis auch nicht. Die junge Künstlerin fragt sich: soll sie das alles wirklich machen? Spannende Doku über die Glaubwürdigkeit von Fernsehen und die Opfer, die man für Erfolg bringen muss. (jei)

45 Min.

📻 Der Anhalter

von Stephan Beuting, Sven Preger ✩ erschienen am 05.06.2017

Heinrich ist in der Psychiatrie aufgewachsen. Mehr als 14 Jahre eingesperrt und misshandelt, sagt er. Sein Leben danach hat er nie in den Griff gekriegt. Jetzt will er nur noch sterben und sucht dafür eine Mitfahrgelegenheit in die Schweiz. So unglaublich seine Geschichte scheint, so unwahrscheinlich ist das Entstehen dieses mehrteiligen Radiofeautures. Es stammt von zwei Journalisten, die jeder erst an einer Tanke Heinrich und dann zufällig einander kennenlernten. Sie fragen sich: können die Geschichten alle so stimmen? Und machen sich auf die aufwendige Suche nach einem Unbekannten und seiner Vergangenheit. Richtig gutes Radio und eine ganz, ganz große Reportage. (jei)

Jede der fünf Folgen ist etwa 30 Minuten lang.

Die Reportage wurde 2017 ausgezeichnet mit dem Deutschen Sozialpreis für herausragende journalistische Arbeiten zu sozialen Themen.

📺 Wirklich beste Freunde

von Simone Grabs ✩ erschienen am 28.11.2016

Eine degenerative Muskelerkrankung macht Niko mit 27 Jahren nahezu bewegungslos. Wie lange er noch leben wird, ist unsicher. Er wird fast rund um die Uhr betreut und versorgt – von seinen 10 besten Freunden. Seit der Schulzeit kümmern sie sich um ihn, jetzt leben sie in einer WG und meistern gemeinsam das Studium, Parties, das Leben. Niko, der arme Pflegefall? Mitnichten. Er ist die treibende Kraft der Clique. Jetzt organisiert er eine Reise mit Allen. Wömöglich seine letzte. (jei)

30 Min.

Die Reportage wurde 2017 ausgezeichnet mit dem Deutschen Sozialpreis für herausragende journalistische Arbeiten zu sozialen Themen.

Die Akte Strache

von Leila Al-Serori, Oliver Das Gupta ✩ erschienen am 10.10.2017

Fragt man ihn nach seiner Jugend, wird er schmallippig: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war früher in der Neonaziszene unterwegs. Warum, wie lange, wie engagiert – darüber kann man streiten. Das war alles harmlos, unüberlegte Jugendsünden, heißt es von seinem Pressesprecher. Wirklich? Die Recherche der Süddeutschen Zeitung stellt diese Behauptung mindestens in Frage. Sehr, sehr lesenswertes Recherchestück! (jei)

30 Min.

Placebook

von Nikolaus Knebel ✩ erschienen am 01.09.2017

Vom Edelviertel bis zum Slum: Der Architekturprofessor Nikolaus Knebel hat die ganze Welt bereist. Wo andere nur sehen, wie Menschen Städte formen, sieht er auch, wie Städte Menschen formen – und was Stadtarchitektur über ganze Gesellschaften verrät. Die Reiseberichte in seinem „Placebook“ erfassen leichtfüßig und klug die Seele von Siedlungen auf der ganzen Welt. Ein erstaunlich spannendes Stück über das Bauen und Wohnen. (jei)

15 Min.