Lebenslänglich

von Maxim Leo ✩ erschienen am 28.11.2011

Maxim Leo erzählt in der Berliner Zeitung vom Leben eines Gulag-Kindes: Die Eltern von Alex Glesel kehren 1931 Deutschland den Rücken, um in der Sowjetunion den Kommunismus mit aufzubauen. Stattdessen trifft sie die volle Härte der stalinistischen „Säuberungen“: Der Vater wird ermordet, die Mutter mehrfach verhaftet und verschleppt. Glesel selbst kommt erst ins Heim und während des Krieges als „deutscher Faschist“ ins Arbeitslager. Vorerst lebenslänglich, wie es heißt. Schließlich darf er doch ausreisen – in ein Land, dessen Führung seine Geschichte mitgeschrieben hat, aber davon nichts wissen will: die DDR. (jei)

30 Min.