Schlagwort: Gesellschaft

Mein Psycho-Wochenende

von Katrin Hummel ✩ erschienen am 20.07.2017

Was, wenn man immer ehrlich ist. Keine Notlügen, keine kleinen Lügen aus Bequemlichkeit oder Höflichkeit, um Konflikte zu vermeiden? Das ist die Idee der Radical-Honesty-Workshops, den Journalistin Katrin Hummel macht. Ein Psycho-Wochenende – das recht anstrengend klingt. (lat)

15 Min.

📻 Die toten Mütter meiner Tochter

von Jenny Marrenbach ✩ erschienen am 14.12.2016

Als ihre Tochter auf die Welt kommt, hat Jenny Marrenbach viele Fragen, die sie ihrer Mutter und ihrer Großmutter gerne stellen würde. Beide Frauen haben ihre Kinder unter widrigen Umständen groß gezogen. Obwohl Jenny Marrenbach heute viel mehr Unterstützung findet, hat sie das Gefühl, noch immer ähnlichen Kämpfen gegenüberzustehen. Eine intime Reportage über die Mutterrolle und ihre Auswirkungen auf den Lebensalltag vieler Frauen. (reg)

39 Min.

Ausgezeichnet mit dem G20 Journalistenpreis 2017.

Mich für Stockfotos herzugeben, war der größte Fehler meines Lebens

von Niccolò Massariello ✩ erschienen am 10.04.2017

Als es ihm richtig schlecht geht, schlägt ein Freund zur Aufmunterung ein Fotoshooting vor. Er willigt ein, unterschreibt einen Vertrag und hat einen netten Nachmittag. Aber es dauert nicht lange, bis er bereut: Mit seinem Gesicht wird für Schnaps geworben, für Bücher und rund um eine ziemlich intime Angelegenheit. Freunde und Bekannte erkennen ihn auf Postern und Anzeigen. Kontrollieren kann er längst nicht mehr, was mit seinem Gesicht geschieht – und das weltweit. (jei)

15 MIn.

Nur die Liebe zählt

von Kathrin Spoerr ✩ erschienen am 24.11.2016

Eine Frau streichelt seit Jahren Katzen im Tierheim Berlin. Das ist die ganze Geschichte, die diese Reportage erzählt. Das aber mit so genauem Blick und auf so respektvolle Weise, dass einem am Ende ganz schwer und warm ums Herz wird. Traurig und wunderschön. (jei)

15 Min.

 

 

Nur eine Person gegen die gottverdammte Einsamkeit

von Lena Niethammer ✩ erschienen am 27.11.2016

Als die Reporterin über seine Anzeige stolpert, ist ihre professionelle Neugier geweckt: „Ich bin einsam und wünsche mir nur eine einzige Person, die mit mir in den Zoo geht.“ Wer schreibt sowas? Wie tickt so einer? Sie antwortet dem Mann und lernt so „Dose“ kennen. Arbeitslos, allein, krank, anders als die Anderen. Ein Jahr lang trifft sie ihn immer wieder, im Zoo, zum Kniffeln, überredet ihn zu einer Therapie. Ist das noch Arbeit? Oder schon so etwas wie Freundschaft? Schließlich nimmt er sich das Leben. Und Lena Niethammer erfüllt ihm mit einem Nachruf doch noch seinen Wunsch: dass ihn endlich jemand sehen möge. (jei)

30 Min.

Mama ist tot – Geschichte einer Familientragödie

von Malte Herwig ✩ erschienen am 20.11.2016

Eine Frau stirbt nach wochenlangem Leiden auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer. Das Ungeheuerliche daran: Ihre Familie hat wochenlang direkt neben ihr weitergelebt und nichts unternommen. Wie kann so etwas passieren? Eine heftige Reportage über eine einst glückliche Familie. (reg)

15 Min.

Menschenskinder

von Anette Dowideit, Jan Rübel ✩ erschienen am 08.03.2015

Stefan Müller ist so eine Art Feuerwehrmann des Staates: er wird gerufen, wenn es brennt. Wenn Nachbarn komische Geräusche gehört haben oder ein Kind seit Wochen ungewaschen in der Schule auftaucht. Der Sozialarbeiter ist für den Kindernotdienst unterwegs. Oft sieht er, was wir uns nicht einmal vorstellen wollen. Und muss in Sekunden entscheiden, was besser für ein Kind ist: bei der Familie bleiben oder in Obhut genommen werden? Das ist nicht immer so klar, wie man meinen könnte. Die Reportage schafft das Kunststück, uns den Kindern und Familien sehr nahe kommen zu lassen, ohne voyeuristisch zu sein; Einzelschicksale zu erzählen und gleichzeitig den soziologischen Blick nicht zu verlieren. Sehr stark! (jei)

30 Min.

Die Reportage wurde mit dem Deutschen Sozialpreis 2016 der Freien Wohlfahrtspflege ausgezeichnet.

Unter ihrer Würde

von Björn Stephan ✩ erschienen am 20.10.2016

Immer hat sie gearbeitet, vier Jahrzehnte lang in die Rentenkasse einbezahlt. Jetzt, im Alter, reicht das Geld von Gisela Quenstedt trotzdem nicht. Wie lebt man als Rentner in Altersarmut? Am Rande der Würde. (jei)

15 Min.