Schlagwort: Literatur

Der Unzumutbare

von Steffen Willeke ✩ erschienen am 17.03.2017

Maxim Biller ist der Unzumutbare. Er macht es allen schwer, seinen Lesern, Fernsehzuschauern, Verlegern, Freunden und natürlich sich selbst. Der Schrifsteller lotet seine Grenzen nicht aus, er sprengt sie. Dabei hat er es sich mit vielen verscherzt. Gäbe es einen Preis für den inneren Frieden, Biller stünde mit Sicherheit nicht auf der Shortlist. Intensives Porträt! (lat)

30 Min.

Der böse Geist des Bankenviertels

von Lars Reichardt ✩ erschienen am 27.01.2012

Kaum ein Schriftsteller hat die Armut so eindringlich geschildert wie Charles Dickens. Auf den Spuren des 1812 geborenen Dichters begibt sich Lars Reichardt auf eine Reise durch den Finanzplatz London. Ganz im Gegensatz zu Dickens blickt er auf das Leben der Besserverdienenden und entwickelt so Stück für Stück das Bild einer kapitalistisch geprägten Lebenswelt, die im harten Kontrast zu den Schilderungen von Dickens steht.

Lars Reichardt wurde für seinen Text mit dem Deutschen Journalistenpreis (djp) ausgezeichnet.

30 Min.

Thomas Bernhards Jubiläum? Das machen wir groß!

von Benjamin von Stuckrad-Barre ✩ erschienen am 08.02.2011

Der achtzigste Geburtstag des bereits verstorbenen Thomas Bernhard ist für das Feuilleton jeder namhaften Zeitung ein Pflichttermin. Aber wie sieht die Themenkonferenz dazu aus? Diese Frage nimmt Benjamin von Stuckrad-Barre als Ausgangspunkt für sein satirisches Mini-Drama. Schnell zeigt sich, dass die kreativen Ideen fehlen. Es sind immer die gleichen Leute die ein Grußwort schreiben oder sich für eine eilig zusammengezimmerte Debatte hergeben. Das Dramolett zeigt, dass auch Kulturjournalismus häufig vor allem hartes Handwerk ist – und Kreativität häufig fehlt. (lubi)

15 Min.

Der Heimatschriftsteller

von Lucas Vogelsang ✩ erschienen am 10.11.2011

Lucas Vogelsang ist für das Zeit Magazin nach Pfaffenhofen gefahren, wo der Schriftsteller Steffen Kopetzky als Kulturreferent die bayrische Provinz mit der, wie er findet, nötigen Portion moderner Kunst versorgt. Kopetzky floh einst aus dem Ort, er inszenierte sich als Gentleman-Künstler im Anzug und wurde in Berlin gefeierter Schriftsteller. Doch seine Kinder sollten dort nicht aufwachsen. Dass er zurückkehrte, kam der Lokalpolitik gerade recht. Jetzt fremdelt Pfaffenhofen zwar mit Kopetzkys Visionen – entdeckt aber auch ganz überraschende Anknüpfungspunkte zwischen Landleben und Joseph Beuys. (alx)

30 Min.