Schlagwort: Obdachlosigkeit

„Ich hatte mal eine Firma. Das war geil.“

von Johannes Laubmeier ✩ erschienen am 25.10.2017

Man sieht sie durch die Waggons schlurfen, man kennt ihre meist monotonen, manchmal krächzig humorigen Ansagen: Die U-Bahn-Schnorrer. Sie sind allgegenwärtig und dennoch vollkommen Fremde. Der Tagesspiegel hat etwas denkbar Naheliegendes getan: Er hat nach ihren Geschichten gefragt. Es sind unaufgeregte, tragische und trotzdem erstaunlich optimistische Erzählungen vom Scheitern dabei herausgekommen, die das Weggucken in Zukunft schwerer machen werden. (jei)

15 Min.

📻 Der Anhalter

von Stephan Beuting, Sven Preger ✩ erschienen am 05.06.2017

Heinrich ist in der Psychiatrie aufgewachsen. Mehr als 14 Jahre eingesperrt und misshandelt, sagt er. Sein Leben danach hat er nie in den Griff gekriegt. Jetzt will er nur noch sterben und sucht dafür eine Mitfahrgelegenheit in die Schweiz. So unglaublich seine Geschichte scheint, so unwahrscheinlich ist das Entstehen dieses mehrteiligen Radiofeautures. Es stammt von zwei Journalisten, die jeder erst an einer Tanke Heinrich und dann zufällig einander kennenlernten. Sie fragen sich: können die Geschichten alle so stimmen? Und machen sich auf die aufwendige Suche nach einem Unbekannten und seiner Vergangenheit. Richtig gutes Radio und eine ganz, ganz große Reportage. (jei)

Jede der fünf Folgen ist etwa 30 Minuten lang.

Die Reportage wurde 2017 ausgezeichnet mit dem Deutschen Sozialpreis für herausragende journalistische Arbeiten zu sozialen Themen.

Draußen

von Kathrin Aldenhoff, China Hopson ✩ erschienen am 30.01.2016

Draußen ist man schneller, als man glaubt: Raus aus der Gesellschaft, draußen in der Kälte. Zwei Reporterinnen haben einen Obdachlosen 24 Stunden lang begleitet. Was schnell in Betroffenheitsvoyeurismis enden könnte, kippt nie. Stattdessen: eine ehrliche, fast pragmatische Multimediareportage über das Leben am Rand. (jei)

30 Min.

Nominiert für den Grimme-Online-Award 2016.

Berlin ganz unten – Endstation Bahnhof Zoo

von Lucas Vogelsang ✩ erschienen am 10.09.15

Die richtig Kaputten, die landen am Bahnhof Zoo. Bei Ralf. Er ist sowas wie der Türsteher der Berliner Bahnhofsmission und hilft den Schwachen, den Süchtigen, den ohne Obdach. Und davon gibt es viele. Wie schafft er das? (lat)

15 Min.

Der Beamte, der im Wald lebt

von Julia Prosinger ✩ erschienen am 20.05.2015

Christoph Greger war Beamter. Er hat eine Pension von über 1000 Euro im Monat, er hat eine Familie, er würde sogar eine Wohnung bekommen. Trotzdem lebt er auf der Straße. Warum? (lat)

15 Min.

Webreportage: Uf de Gass

von Angelo Zehr ✩ erschienen am k.A.

Ein halbes Jahr war Angelo Zehr für seine Bachelor-Arbeit auf den Straßen St. Gallens unterwegs. Er sprach mit Junkies, Sozialarbeitern, Polizisten. Mit Audio- und Video-Interviews, eindrucksvollen Fotos und vielen Statistiken entsteht ein vielschichtiges Bild der Drogen-Szene. (lubi)

45 Min.

Die Unsichtbaren

von Felix Lill ✩ erschienen am 22.10.2014

Keiner nimmt sie wahr, weil es sie nach dem japanischen Selbstverständnis gar nicht geben darf: Mieko lwai ist obdachlos. Nachts schläft die 74-Jährige in einem Pappkarton im Park. Tagsüber sitzt sie ordentlich frisiert und gut gekleidet auf der Parkbank und liest. Besuch bei den Unsichtbaren. (lat)

15 Min.

Herr Henning

von Marcus Jauer ✩ erschienen am 31.05.2010

ARCHIV: Herr Henning steht eines Tages im Büro. Und so beginnt eine Freundschaft zwischen Redakteur Marcus Jauer und dem obdachlosen Herrn Henning. Bald kommt er regelmäßig zum Kaffee. Oft kriegt er auch Geld. Viele Menschen wollen Herrn Henning helfen, weil er ein solides Leben geführt hat, weil er unverschuldet alles verloren hat. Doch ihn von der Straße zu holen, ist nicht einfach. (lat)

15 Min.

Vielen Dank Nicolas für diesen Lesetipp!