Das gelobte Land

von Anita Blasberg, Jörg Lau, Henning Sußebach, Karin Caballos Betancur ✩ erschienen am 29.09.2011

Es hat sich was geändert: Immer mehr Menschen aus aller Welt zieht es nach Deutschland. Wegen der Karriere, der Kultur und weil es sich dort so leicht leben lässt. Die ZEIT Autoren zeichnen das Portrait eines Landes, das durch Ordnung, Reflexion und Innovationsfähigkeit unbeschadet durch die Krise gekommen ist und sich zu einem selbstbewussten, offenen und beliebten Staat entwickelt hat. Die meisten Deutschen haben das nur noch nicht bemerkt. (lat)

45 Min.

Aus allen Rohren

von Bernhard Honnigfort ✩ erschienen am 04.11.2008

Die Brandenburgerin Doris Groger kämpfte elf Jahre lang ihren ganz eigenen Kampf gegen den Staat. Mit Händen und Füßen wehrte sie sich nach der Wende gegen den Anschluss ihres Grundstücks an die Kanalisation und gegen den Einbau eines zehn Meter langen Plastikrohres. Dem Autor Bernhard Honnigfort gelingt es in seiner Reportage auf engstem Raum eine Geschichte zu erzählen, welche die symptomatischen Probleme der Zeit nach dem Systemwechsel aufgreift. Zugleich entwickelt er ein Verständnis für die Motive der einsamen Kämpferin. (lubi)

Die Seeschlacht

von Roland Kirbach ✩ erschienen am 01.06.2011

Werner Becker wusste nichts als er seinen See kaufte. Viele Leute rieten ihm davon ab. Doch Becker, Immobilienhändler aus Düsseldorf schlug sofort zu und kaufte den Wandlitzsee in Brandenburg von der Treuhand-Nachfolgerin BVVG. Von da an ist am See nichts mehr so, wie es einmal war. Die Brandenburger fürchten den Ausverkauf ihres Landes, für sie ist Becker der reiche Sack aus dem Westen, der im Osten auf Beutezug ist. Er nimmt Geld von Hausbesitzern, die einen Steg zum Wasser gebaut haben. Die Bürger wehren sich, beschimpfen ihn, wenn er mit seinem Boot über den See fährt. Roland Kirbach hat für die ZEIT nicht nur die Geschichte einer Seeschlacht aufgeschrieben, sondern auch eine über die Einheit und ihre Hindernisse. (lat)

Die Hundegrenze

von Marie-Luise Scherer ✩ erschienen am 07.02.1994

Die deutsch-deutsche Grenze wurde nicht nur von Mauern und Stacheldraht bewacht, sondern auch von scharfen Wachhunden. Rund um die so genannte „Hundegrenze“ findet Marie-Luise Scherer die Mosaiksteine für ihre ausführliche Reportage. Sie blickt in das Leben verschiedener Akteure im Grenzgebiet, beobachtet ihre Eigenheiten, dokumentiert ihre Schicksale. Kompromisslos schildert sie den harten Alltag auf dem Land, der nur durch kleine Tauschgeschäfte erträglich zu werden scheint. Ein großes Stück über das Leben im Grenzland und über einen Staat, der keine Mühen scheute, um seine Bürger an der Flucht zu hindern. (lubi)

60 Min.