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Krieg im Frieden

von Verena Mayer ✩ erschienen am 28.07.2012

Urlaub im Bunker? In der Schweiz ist das jetzt möglich. FAZ-Autorin Verena Mayer wagt den Blick unter die Erde und verbringt eine Nacht im Festungshotel in Vitznau. Mit seinen engen Gängen, den Feldbetten und Geschützen erinnert es sie vor allem an Krieg. Doch der Umgang mit den alten Bunkeranlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gehört zum Alltag in der Schweiz, mehr als 300.000 Schutzräume, Atomkeller und Bunker soll es in der Alpenrepublik noch geben. Sie sind wie eine zweite Welt unter der Erde. Und die wird erst langsam erschlossen. (lubi)

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Vangelis und der dicke Max

von Anne Hähnig ✩ erschienen am 09.06.2012

Griechenland steht für viele Deutsche nur noch für Schuldenkrise. Und die Griechen sehen in den Deutschen nur noch knausrige Schuldeneintreiber. Griechische Zeitungen zeigten Kanzlerin Merkel in Nazi-Uniform, Demonstranten verbrannten die deutsche Flagge. Der Tourismus hat gelitten. Kurz: Das Verhältnis ist momentan nicht das Beste. FAZ-Autorin Anne Hähnig ist in einem All-Inclusive-Hotel auf Kreta eingecheckt und schreibt über die Urlaubsstimmung im Krisenland. (lat)

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Die Berliner Tafel

von Reinhard Bingener ✩ erschienen am 01.04.2012

Einige nennen sie schlicht die Mitesser. Gemeint sind Personen, die sich von Buffet zu Buffet durchschlagen. Sie besuchen Vorträge, Eröffnungen und Diskussionsrunden nur wegen dem Essen. In der Hauptstadt finden tausende derartiger Empfänge pro Monat statt. Einige Buffetgänger sind immer da, fachsimpeln über die Berliner Gratisverköstigung und gehen gar nicht mehr im Supermarkt einkaufen. FAZ-Journalist Reinhard Bingener hat ein amüsantes Porträt über das ausgeklügelte System der Vorteilsnahme und der Vorteilsgewährung und über die Szene der Eventisten geschrieben. (lat)

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Das dritte Lidice

von Kilian Kirchgeßner ✩ erschienen am 27.05.2012

Nachdem Lidice zerstört worden war, wurde der Ort über sechzig Jahre eingefroren und zum Museum seiner selbst gemacht. Nichts durfte sich dort verändern, mahnen sollte er, mit den wenigen Überlebenden als Museumshütern. Denn die Nazis hatten Rache gewollt für das einzige Attentat, das Widerstandskämpfern je geglückt war. Und es erwischte diesen Ort. Er wurde zerstört, die Menschen entweder sofort umgebracht oder erst verschleppt und dann umgebracht. Jetzt ziehen auf einmal wohlhabende Städter aus Prag ein – und machten das 460-Seelen-Fleckchen zu einem Vorort von Prag wie jeden anderen. Wären da nicht die Straßen, die fast alle an die Nazi-Gräuel erinnern, und die Busse, die in der Gedenkstätte am Rande des Dorfs im Jahr über 50.000 Touristen ausspucken und wieder einsammeln. (alx)

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Der Knallkopf

von Roland Schulz ✩ erschienen am 11.05.2012

Die Zeitungen nennen ihn den  „Armani der kugelsicheren Kleidung“. Miguel Caballero ist einer der bekanntesten Produzenten schussfester Mode. Roland Schulz hat für das SZ-Magazin aufgeschrieben, wie Caballero auf die Idee kam, schusssichere Westen gut aussehen zu lassen. Und warum er auf jeden seiner Mitarbeiter mindestens ein Mal schießt. (lat)

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Mit Adele in der Jurte

von Andrea Diener ✩ erschienen am 18.07.2012

Wer seine ästhetischen Maßstäbe erweitern will, sollte in die innere Mongolei reisen. Das zumindest muss man aus Andrea Dieners gutgelauntem Bericht über ihren Besuch in Manzhouli, einer bedeutenden mongolischen  Handelsstadt, und den Gras-Steppen drum herum schließen. Die Weiten der letzteren waren das Zentrum des mongolischen Weltreiches, dort hielt Dschingis Khan seine Pferde, und wenn die heutigen Bewohner der  Jurtensiedlungen nicht gerade auf ebensolchen sitzen, dann auf dem Motorrad oder auf dem Bett. Wirklich sesshaft sind sie jedoch auch heute noch nicht,  und statt Abgegrenztheit und Stein sind keine Rückzugsräume und die  Stoffwand die Norm. (alx)

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Kinder-Koks-Dealer

von Melanie Amann ✩ erschienen am 21.08.2012

Die Doppeldiagnose Hochbegabung/ADHS verschafft Paul mit 14 ein Dauerrezept für Ritalin und den Platz in einem Internat für hochintelligente Kinder. Ein Jahr später hat er das Medikament heimlich abgesetzt – und vertickt es stattdessen erfolgreich an eine stetig wachsende Zielgruppe von Mitschülern und Studenten. Die faz-Reportage von Melanie Amann beschreibt das Ausmaß des Ritalinmissbrauchs und portraitiert einen jugendlichen Drogendealer, der nicht ruhiggestellt werden, sondern er selbst sein wollte – und dabei ein lukratives Geschäft entdeckte. (jei)

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Eine Dosis jüdisches Penicillin

von Philip Cassier ✩ erschienen am 16.05.2012

ARCHIV: Eine Suppe kochen – das klingt nicht nur nach Alltag, das ist Alltag. Und doch berührt es, wenn die 87-jährige Bella Katz und die 84-jährige Regina Karolinski in ihrer Einbauküche zusammenkommen und ihre Hühnersuppe zubereiten wie es ihre Mütter auch schon getan haben. Die beiden älteren Damen haben mehr gesehen als viele Menschen aushalten können. Das Ungeheuerliche fassen sie in einen kurzen Satz: „Wir waren im Lager“. Doch diese Grausamkeiten haben keinen Platz in der Küche, sie konzentrieren sich darauf die jüdischen Rezepte zu bewahren. Sie sagen: „ Sie müssen immer suchen, was an dem Tag schön ist. Dann finden Sie auch etwas.“ (lat)

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